Seit 1976 in Stuttgart

Stuttgarter Denkmale

Verein zur Förderung und Erhaltung historischer Bauten e.V. · seit 1976

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Vision & Mission

Warum wir uns einsetzen

Vision

Die wenigen für Stuttgart typischen Gebäude, die das alte Stadtbild prägten, sollten der Nachwelt erhalten bleiben, um als Fragmente einen Rückblick in die Stadtgeschichte zu ermöglichen. Die Vielfalt an Bauten aus verschiedenen Epochen neben gelungenen Neubauten bereichern die Spannung im Stadtbild.

Mission

Mit Publikationen und Aktionen mobilisiert der Verein die Stadtgesellschaft, damit historische Bauten auch für kommende Generationen erhalten bleiben. Durch Informationen über den besonderen Wert historischer Gebäude soll die Gesellschaft für deren Bewahrung sensibilisiert und zur aktiven Beteiligung angeregt werden.

1976
gegründet
9
Projekte
40+
Jahre Einsatz

Vereinsgeschichte

1976

1976 wurde der Verein gegründet, um das über 350 Jahre alte Haus mit der Gaststätte „Drei Mohren" in der Friedrichstraße vor dem Abriss zu bewahren. Der Verein konnte nicht verhindern, dass eine einmalige und skurrile städtebauliche Situation zerstört wurde. Dem Verein ist es jedoch gelungen, dass die gesamte Fassade des Gebäudes zehn Jahre zwischengelagert und dann in der Pfarrstraße als Giebelseite vor einen Neubau mit den gleichen Abmessungen gesetzt werden konnte.

1979

Ab 1979 war das Kanonenhäusle an der Gerokstraße verwaist. Der Verein bekam es von der Stadt Stuttgart zur Miete, sanierte das Gebäude und hat das kleine Haus seither in seiner Obhut. Mit der Broschüre „Das Kanonenhäuschen" wurde die Serie der Broschüren eröffnet.

1984

1984 wollte die Stuttgarter Verwaltung den verwahrlosten Marmorsaal am Bopser unterhalb des Teehauses dem Verfall preisgeben. Mit der Broschüre „DER MARMORSAAL" konnte der Verein erfolgreich die Sanierung anregen.

1986

Ab 1986 hat der Verein im Rahmen der Städtepartnerschaft Stuttgart-Mumbai (Indien) eine Inventur von Baudenkmalen in Mumbai unterstützt. In den Folgejahren wurde in der Partnerstadt an weiteren Projekten auf dem Gebiet des Denkmalschutzes mitgearbeitet.

1990

1990 planten die damaligen Technischen Werke Stuttgart (TWS) das Metropolgebäude in der Bolzstrasse abzureißen. Verbunden mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne konnte der Verein durch seine Publikation „METROPOL PALAST" den Abriss verhindern.

1995

In den 1980er Jahren kam die Idee einer Tieferlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofes auf. 1995 wurde der konkrete Beschluss gefasst. Damit war ein einzigartiges Ensemble von technischen Baudenkmalen, das sogenannte Tunnelgebirge, vom Abbruch bedroht. Die Broschüre „Stuttgart Hbf" aus dem Jahre 1997 konzentriert sich auf die Dokumentation der verkehrstechnischen Baudenkmale.

1998

Das Boschareal im Stuttgarter Westen sollte 1998 an einen Investor verkauft werden. Der Verein würdigte in der Broschüre „DAS BOSCHAREAL" die Entwicklung des Geländes und seine baugeschichtliche Bedeutung.

2008

1904 war beim Abbruch des früheren Königlichen Theaters am Schlossplatz ein Fragment des Neuen Lusthauses freigelegt und in den mittleren Schlossgarten versetzt worden. 2008 unterstützte der Verein die Initiative von Professor Roland Ostertag mit der Broschüre „DAS NEUE LUSTHAUS" und trug damit zur Sicherung und Erhaltung der Ruine bei.

2017

Der erste Rosensteintunnel verlief auf Wunsch des Königs vom Alten Bahnhof direkt unterhalb von Schloss Rosenstein. Der Verein hat mit Rudolf Röder 2017 eine Broschüre publiziert, die das Land Baden-Württemberg dazu anregte, das Portal als technisches Baudenkmal zu restaurieren.

2020

Das Staatliche Neckarwasserwerk war 1861 errichtet worden. In der Broschüre aus dem Jahr 2020 wird die Geschichte der Stuttgarter Wasserversorgung erzählt. Das sogenannte Wasserhäusle ist das sichtbare Baudenkmal der Anlage.

2025

2025 hat der Verein die Initiative ergriffen, mit Hilfe von Nicolai Ziegler das Neue Lusthaus digital wieder aufzubauen.

2026

Die Inventur von Wohngebäuden aus den Jahren 1865–1915 wurde zum Europäischen Denkmaljahr 1975 vom Württembergischen Kunstverein und dem Landesdenkmalamt erhoben. Ab 2026 wird der Verein diese Inventur in digitaler Form fortschreiben.

Unsere Projekte

Bewahrte Bauten

Von der Gründung 1976 bis heute — Bauten, für deren Erhalt sich der Verein eingesetzt hat.

Gaststätte zu den Drei Mohren in der Friedrichstraße

1976

Die „Drei Mohren"

Anlass zur Gründung des Vereins war der bevorstehende Abbruch der Gaststätte zu den „Drei Mohren" in der Friedrichstrasse in Stuttgart.

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Das Kanonenhäuschen auf der Stuttgarter Gänsheide

1982

Das Kanonenhäuschen

Auf der Stuttgarter Gänsheide steht ein kleines Ziegelhäuschen. Der Verein renovierte das Baudenkmal und hat es seither in seiner Obhut.

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Der Marmorsaal im Weißenburgpark

1985

Der Marmorsaal im Weißenburgpark

Der Marmorsaal war etliche Jahre dem Verfall preisgegeben. Erst die Aktivitäten des Vereins ab 1984 brachten die Wende.

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Fassade des METROPOL Lichtspieltheaters

1990

METROPOL Lichtspieltheater

Die Fassade des METROPOL Kinos war das Eingangsportal des erweiterten Centralbahnhofs. Der geplante Abriss wurde abgewendet.

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Der Stuttgarter Centralbahnhof 1864

1997

Stuttgarter Hauptbahnhof

Der Kopfbahnhof mit dem Bonatzbau und den bahntechnisch einmaligen Tunnelgebirgen sollte durch einen unterirdischen Durchgangsbahnhof ersetzt werden.

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Das Boschareal im Stuttgarter Westen

1998

Das Boschareal

Die ab 1900 bis in die 1930er Jahre errichteten Gebäude sind wertvolle Zeugnisse modernen Bauens und bilden ein wichtiges städtebauliches Ensemble.

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Das Portal des ersten Rosensteintunnels

2017

Der erste Rosensteintunnel

Das repräsentative Tunnelportal liegt hoch über dem Neckarknie und ist ein gut sichtbares Zeugnis der Eisenbahngeschichte.

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Das Wasserhäusle in der Werastraße

2021

Das Wasserhäusle

Das „Wasserhäusle" ist der heute noch sichtbare Teil des ehemaligen Staatlichen Neckarwasserwerks von 1861.

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Die Ruine des Neuen Lusthauses im Schlossgarten

2025

Das Neue Lusthaus — digital

Das Neue Lusthaus galt einst als „eine der edelsten Schöpfungen deutscher Renaissance". Der Verein setzt ihm ein digitales Denkmal.

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Aktuelles

Neuigkeiten des Vereins

2026

Inventur digital fortgeschrieben

Die Inventur von Wohngebäuden aus den Jahren 1865–1915 wurde zum Europäischen Denkmaljahr 1975 vom Württembergischen Kunstverein und dem Landesdenkmalamt erhoben. Ab 2026 wird der Verein diese Inventur in digitaler Form fortschreiben.

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2025

Digitale Rekonstruktion des Neuen Lusthauses

2025 hat der Verein die Initiative ergriffen, mit Hilfe von Nicolai Ziegler das Neue Lusthaus digital wieder aufzubauen.

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2017

Rosensteintunnel-Portal: Restaurierung angeregt

Der Verein hat mit Rudolf Röder 2017 eine Broschüre publiziert, die das Land Baden-Württemberg dazu anregte, das Portal als technisches Baudenkmal zu restaurieren.

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Publikationen

Broschüren des Vereins

Titel Seiten Abbildungen Jahr
Das Kanonenhäuschen 24 S. 20 Abb. 1982
Der Marmorsaal im Weißenburgpark Stuttgart 24 S. 19 Abb. 1985
METROPOL-Palast Vom Alten Bahnhof zum Lichtspieltheater 50 S. 35 Abb. 1990
Stuttgart Hbf 28 S. 29 Abb. 1997
Das Boschareal 52 S. 40 Abb. 1998
Das Neue Lusthaus im Schlossgarten Stuttgart 58 S. 40 Abb. 2009
Der erste Rosensteintunnel und sein Portal in Bad Cannstatt 38 S. 27 Abb. 2017
Das Wasserhäusle Stuttgarts Historische Wasserversorgung 36 S. 36 Abb. 2021
Das Neue Lusthaus zu Stuttgart — digital 2025

Broschüren können bestellt werden — siehe Kontakt.

Satzung

Die Satzung des Vereins

Original-Satzung des Vereins von 1976
Original-Satzung 1976 · Vereinsarchiv

Am 27.10.1976 wurde der Verein zur Förderung und Erhaltung historischer Bauten gegründet. Inzwischen gilt die wenig geänderte Satzung in der Fassung vom 4.7.1985.

Die konkreten Ziele des Vereins ergeben sich aus dem Vereinsnamen, nämlich die Förderung und Erhaltung von historischen Bauten. Insbesondere gesetzlich geschützte Baudenkmale stehen im Zentrum der Aktivitäten des Vereins. Die Erhaltung und Förderung historischer Bauten dient vor allem der Bewahrung eines Stadtbildes, das die Geschichte der Stadt und somit die Stadtkultur erzählt. Der Verein setzt sich auch für solche historischen Bauten ein, die von Behörden und der Öffentlichkeit wenig Beachtung finden. Die Publikationen des Vereins regen zur Wahrnehmung dieser Bauten an und sind im ungünstigen Fall bibliographische Nachrufe für Bauten, die nicht erhalten werden konnten.

Zur vollständigen Satzung (PDF auf Anfrage)

Kontakt

Mitglied werden / Kontakt

Der Verein freut sich über neue Mitglieder und Interessierte.

Verein zur Förderung und Erhaltung
historischer Bauten e.V.
Stuttgart

Broschüren können per E-Mail bestellt werden.